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Populismus hilft nicht

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Silvester in Berlin: Polizeibeamte stehen hinter explodierendem Feuerwerk.
Silvester in Berlin: Polizeibeamte stehen hinter explodierendem Feuerwerk. © TNN

Der Jugendgipfel in Berlin kann erfolgreich sein, wenn die differenzierten Lehren aus den Übergriffen der Silvesternacht gezogen und entsprechende Schritte umgesetzt werden. Der Kommentar.

Wenn Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und ihre Mitstreitenden es ernst meinen mit dem Jugendgipfel als Reaktion auf die Krawalle in der Silvesternacht und es nicht nur ein Beitrag zum Wahlkampf ist und gute Vorsätze entstehen, sondern auch kluge Schlüsse gezogen werden, dann ist das Treffen sicher ein Schritt die richtige Richtung. Schließlich sollen keine monokausalen Antworten auf ein multikausales Geschehen gegeben werden.

Nicht alles muss neu erfunden werden. Vielmehr muss geschaut werden, wie beispielsweise Sozialarbeit mit vor allem jungen Männern verbessert werden kann, wie sie womöglich mit Zukunftsperspektiven besser integriert werden können. Manch alter Vorschlag müsste außerdem endlich umgesetzt werden, wie etwa der, Gerichte so auszustatten, dass Verfahren gegen mögliche Täterinnen und Täter schneller eingeleitet werden können. Das würde den Effekt dieser Verfahren vergrößern, finden nicht nur viele Richterinnen und Richter.

Solche Fortschritte könnten dann dazu beitragen, dass es noch seltener als bisher zu solchen Übergriffen kommt. Die differenzierte Sicht und die Lehren daraus werden es zudem all jenen schwer machen, mit platten politischen Parolen Ressentiments zu schüren.

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