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Politischer Sprengsatz

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Von: Inge Günther

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Ben Gvir, Chef der Partei „Jüdische Macht“, hat mit seinem Besuch am Tempelberg politischen Sprengsatz gelegt, der nicht nur palästinensische Islamisten aufbringt, sondern das Potenzial hat, Moslems in aller Welt in Aufruhr zu versetzen.
Ben Gvir, Chef der Partei „Jüdische Macht“, hat mit seinem Besuch am Tempelberg politischen Sprengsatz gelegt, der nicht nur palästinensische Islamisten aufbringt, sondern das Potenzial hat, Moslems in aller Welt in Aufruhr zu versetzen. © afp

Der israelische Minister Itamar Ben Gvir hat mit seinem Besuch des Tempelbergs nicht nur palästinensische Islamisten provoziert, sondern Moslems in aller Welt in Aufruhr versetzt. Der Kommentar.

Auch als Minister für Nationale Sicherheit gefällt sich Itamar Ben Gvir in der Rolle des notorischen Provokateurs. Unempfänglich für Warnungen, nicht am religiösen Status quo der heiligen Stätten in Jerusalem zu rütteln, kreuzte Israels bekanntester Rechtsextremist unter Polizeischutz am Dienstag in Herrgottsfrühe vor der Al-Aksa-Moschee auf dem einstigen Tempelberg auf. Damit die Hamas kapiere, dass sich die Zeiten geändert hätten.

Ben Gvir, Chef der Partei „Jüdische Macht“, hat damit einen politischen Sprengsatz gelegt, der nicht nur palästinensische Islamisten aufbringt, sondern das Potenzial hat, Moslems in aller Welt in Aufruhr zu versetzen. Selbst wenn die befürchtete Gewaltexplosion diesmal noch ausbleiben sollte, ist die Lage explosiv.

Die Brandstifter im Kabinett Netanjahu sind dabei, unbekümmert von internationalen Protesten, voran aus den USA, auch Israels Friedensabkommen mit arabischen Staaten zu verspielen. Mag der Premier auch beteuern, der Status bleibe erhalten wie gehabt. Bislang spricht nichts dafür, dass die Ultranationalisten auf sein Machtwort viel geben. Ben Gvirs selbstherrlicher Auftritt auf dem Tempelberg hat einmal mehr gezeigt, wer die Agenda in dieser Siedler-Regierung bestimmt.

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