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Papst Franziskus.
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Papst Franziskus.

Kommentar

Pech für Marx

  • vonJoachim Frank
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Dass der Papst das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx abgelehnt hat, wird den Blick verstärkt auf dessen Verfehlungen im Amt lenken. Der Kommentar.

Kardinal Reinhard Marx muss sich weiter grillen lassen. Dass Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des Münchner Erzbischofs als Konsequenz aus persönlichem und institutionellem Versagen angesichts sexuellen Missbrauchs abgelehnt hat, wird nun den Blick verstärkt auf Marx’ Verfehlungen im Amt lenken. Und auf die Ernsthaftigkeit seines Rufs nach einer umfassenden Erneuerung der Kirche.

Darin liegt die spirituelle Last der Entscheidung, die typisch ist für den Jesuiten Franziskus. Gute Vorsätze, sagt der Papst, reichen nicht. Man muss auch „das Fleisch auf den Grill legen“.

Doch erstens hätte er das auch schon sagen können, als er Marx erlaubte, das Rücktrittsgesuch bekanntzugeben. Mit einer Woche Abstand wirkt das Ganze nun wie ein Stück aus dem Jesuitentheater über Schuld und Sühne und Leidensfähigkeit. Und zweitens ist das Bischofsamt weder eine Folterkammer für Märtyrer noch ein Fitnessstudio für geistliche Übungen und fromme Selbstertüchtigung. Wer die Macht des Amtes missbraucht oder unverantwortlich gehandelt hat, der muss als Amtsträger auch dafür geradestehen. Ein Rücktritt ist deshalb die angemessene, die gerechte Reaktion. Ein Zeichen an die Opfer ist es auch: Das Tun und Unterlassen in der Kirche hat Folgen – auch für die Mächtigen.

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