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Paris ist nicht alles

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Von: Friederike Meier

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Der Griesgletscher im Kanton Wallis ist derzeit einer der am schnellsten schmelzenden Gletscher der Schweiz.
Der Griesgletscher im Kanton Wallis ist derzeit einer der am schnellsten schmelzenden Gletscher der Schweiz. © Jean-Christophe Bott/dpa

Kooperationen zwischen Staaten müssen das Pariser Abkommen zum Klimaschutz ergänzen, damit das 1,5-Grad-Ziel dorch noch erreicht werden kann.

Auf dem Klimagipfel in Glasgow wurde beschlossen, dass alle Staaten bis zur nächsten Konferenz verbesserte Klimaziele vorlegen müssen. Nur 24 von 195 Ländern haben das gemacht. Das Pariser Abkommen beruht auf der Hoffnung, dass eine globale Dynamik entsteht, durch die alle Staaten freiwillig Emissionen sparen. Obwohl das Abkommen deshalb nicht vollkommen unwirksam ist, hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt.

Doch jedes Zehntelgrad eingesparter Erwärmung zählt. Wir haben deshalb keine Zeit zu warten, bis der Vertrag so ausgestaltet ist, dass er ausreicht um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten. Einerseits muss daran weiter gearbeitet werden. Andererseits müssen Kooperationen zwischen Staaten das Abkommen ergänzen: In Glasgow haben die EU und mehrere einzelne europäische Länder verkündet, Südafrika beim Kohleausstieg zu unterstützen. Ähnliche Initiativen könnte es auch mit vielen anderen Ländern geben. Etwa mit der Demokratischen Republik Kongo, damit diese darauf verzichten kann, ihre Öl- und Gasvorkommen unter dem Regenwald zu erschließen.

Allerdings darf die Bundesregierung dann auch keine neuen Gasprojekte wie im Senegal unterstützen. Und muss zunächst dafür sorgen, dass Deutschland überhaupt seine eigenen Klimaziele einhält.

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