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Oskar Lafontaine – ein Meister der Zersetzung

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Von: Pitt von Bebenburg

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Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine im saarländischen Landtag. © BeckerBredel/Imago Images

Der Saarländer verlässt die Linkspartei. Den Zeitpunkt hat Lafontaine – wie immer – so gewählt, dass er den größtmöglichen Schaden anrichtet.

Oskar Lafontaine, der Meister der Zersetzung, hinterlässt verbrannte Erde. Wieder einmal. Nach seinem überraschenden Austritt aus der rot-grünen Bundesregierung 1999 und seinem Austritt aus der SPD 2005 verkündete der Mann mit 78 Jahren den wenig überraschenden Austritt aus der Linkspartei, die er mitgegründet hat.

Die Linke: Größtmöglicher Schaden durch Oskar Lafontaine

Den Zeitpunkt hat der Saarländer wie immer so gewählt, dass er den größtmöglichen Schaden anrichtet. Die Landtagswahl im Saarland steht bevor. Ein Ausscheiden der Partei aus dem Parlament ist nun noch wahrscheinlicher geworden.

Man könnte darüber fast vergessen, dass dieser zornige alte Mann sich durchaus politische Verdienste erworben hat. Lafontaine ist nicht nur ein brillanter Redner. Er hat linke Positionen auch durchgesetzt und von anderen eingefordert, insbesondere in der Steuer- und Sozialpolitik. Dass er dabei, etwa in der Arbeitsmarktpolitik, auch nationalistische Anklänge wählte, hat allerdings zur Spaltung der eigenen Partei beitragen.

Mit den Konsequenzen muss die gebeutelte Linkspartei leben, deren soziale und friedenspolitische Positionen kaum noch durchdringen. Lafontaine wird ihren Absturz genussvoll beobachten. Ihm geht es vor allem um eines: um sich selbst. (Pitt von Bebenburg)

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