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Aus der Lektüre des Rechtsgutachtens zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Köln zieht Kardinal Rainer Woelki eine eigenwillige Schlussfolgerung.
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Aus der Lektüre des Rechtsgutachtens zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Köln zieht Kardinal Rainer Woelki eine eigenwillige Schlussfolgerung.

Kommentar

Ohne Maß und Mitte

  • VonJoachim Frank
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Kardinal Woelki räumt Fehler im Umgang mit sexuellem Missbrauch in seinem Bistum ein, will aber im Amt bleiben und zeigt, wie sehr dem Kirchenregime die Orientierung am Evangelium abhanden gekommen ist. Der Kommentar.

Er könne es nur aus seinem Amt heraus besser machen: Das ist die eigenwillige Schlussfolgerung, die Kardinal Rainer Woelki aus der Lektüre des Rechtsgutachtens zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Köln zieht. Die jetzt erstmals eingeräumten eigenen Fehler im Umgang mit sexuellem Missbrauch geraten zu einem Merkposten für die Gewissenserforschung, denn – so Woelki – auch als Priester und Bischof sei er kein besserer, sondern ein fehlbarer Mensch.

Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass es niemanden gibt im weiten Erzbistum, der persönlich und moralisch Verantwortung für ein System des Vertuschens, Verleugnens und Bagatellisierens von sexuellem Missbrauch übernimmt. Alle Handelnden waren Räder in einem großen Getriebe. Woelki will es nun besser, kontrollierter ans Laufen bringen. Einige der von ihm vorgestellten Schritte sind richtig und notwendig. Sogar ans Kirchenrecht will der Kardinal heran und vorschlagen, dass sexueller Missbrauch endlich als Verbrechen an Menschen bestimmt wird und nicht nur als Verstoß gegen das Zölibatsversprechen. Diese buchstäblich perverse Bestimmung steht aber stellvertretend für ein Kirchenregime, dem Maß und Mitte und Orientierung am Evangelium abhanden gekommen sind.

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