1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare

Nur Gewinner – außer einem

Erstellt:

Von: Inge Günther

Kommentare

Der israelische Übergangspremier Jair Lapid hat besonders Grund zum Jubeln.
Der israelische Übergangspremier Jair Lapid hat besonders Grund zum Jubeln. © Kobi Gideon/dpa (Archivbild)

Die Einigung zwischen den verfeindeten Nachbarn Israel und dem Libanon stabilisiert nicht nur die Region, sondern ermöglicht beiden Staaten, Einnahmen aus Gasförderung zu generieren

Eigentlich eine rundum gute Nachricht in diesen energiekriselnden Zeiten: Nicht nur, weil die beiden verfeindeten Nachbarstaaten Israel und Libanon nach Einigung über ihre Seegrenzen maritime Gasfelder anzapfen können. Ein Erfolg auch für die USA als Vermittler, der zugleich Europa mittelfristig neue Einkaufsquellen zur Deckung des Gasbedarfs verheißt.

Jair Lapid, Israels Interimspremier, hat sogar besonders Grund zum Jubel. In knapp drei Wochen wird neu gewählt. Da macht sich gut, einen „historischen“ Durchbruch verkünden zu können. Sein vor Neid erblasster Herausforderer Benjamin Netanjahu wettert denn auch heftigst gegen den Deal, der einem Ausverkauf gleichkomme und angeblich Milliarden in die Kassen der libanesischen Hisbollah spüle. Er, „Bibi“, werde sich daran nicht halten, sollte er wieder ins Regierungsbüro einziehen.

Aber solche Wahlkampfpolemik könnte nach hinten losgehen. Eine geregelte Gasförderung im Mittelmeer ist im binationalen Interesse. Sie mindert Sicherheitsrisiken für die Israelis, stabilisiert die Region und hilft hoffentlich dem Libanon, wieder auf die Beine zu kommen.

Auch interessant

Kommentare