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NPD am Ende

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Von: Hanning Voigts

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Dass nun selbst die Umbenennung nicht klappt, ist ein schwerer Schlag für das Team rund um den sowieso umstrittenen Parteichef Frank Franz.
Dass nun selbst die Umbenennung nicht klappt, ist ein schwerer Schlag für das Team rund um den sowieso umstrittenen Parteichef Frank Franz. © Imago

Jetzt ist klar, wo der Platz der NPD in Zukunft sein wird: in der politischen Bedeutungslosigkeit. Der Kommentar.

Es war eine Art letzter, verzweifelter Versuch. Nach jahrelangen Debatten hatte die Führungsriege der rechtsextremen NPD sich dazu durchgerungen, mit dem Namen „Die Heimat“ einen politischen Neustart zu versuchen. Denn die Lage der NPD, einst Flaggschiff der rechten Szene, das ganze Landtagsfraktionen stellte und überzeugten Neonazis Geld, Jobs und mediale Aufmerksamkeit bieten konnte, ist desaströs. Die kaum weniger radikale AfD hat ihr die Wähler:innen weggenommen, für junge Neonazis sind stramme Neugründungen wie „Der Dritte Weg“ attraktiver als die angestaubte NPD.

Dass nun selbst die Umbenennung nicht klappt, ist ein schwerer Schlag für das Team rund um den sowieso umstrittenen Parteichef Frank Franz. Für die NPD steht der Kurs also zunächst auf „Dahindümpeln“, wie ihre Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ das nennt. Wenn der Nachwuchs sich jetzt wie angedroht abspaltet, ist es sogar denkbar, dass die zerstrittene NPD sich auflösen muss. So oder so ist klar, wo der Platz der NPD in Zukunft sein wird: in der politischen Bedeutungslosigkeit.

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