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Nordirland-Streit: Brexit könnte hier Blut bedeuten

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Von: Peter Rutkowski

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Grenze zwischen Nordirland und Irland
Könnte fallen: Die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland. © Peter Morrison/AP/dpa

Es kann nur eine Verhandlungslösung für die nordirische Tragödie und dem Brexit-Patt geben: die Wiedervereinigung mit dem Rest Irlands.

Frankfurt – Man braucht nicht lang drumrumreden: Schuld ist der Brexit. Der hirnlose Isolationismus, die verbrecherische Selbstverliebtheit, das entwürdigende Spiel der Privilegierten mit dem Leben derer, denen sie demokratisch verpflichtet sein müssten. Schuld sind Boris Johnson, Liz Truss, Nigel Farage … die ganze elende Clique an großkotzigen Lügnern, Hasardeuren und Kriegsgewinnlern.

Nordirland-Streit: 22 bitter erkämpfte Jahre eines fragilen Friedens

Diese Bagage ist schuld daran, wenn Nordirland nach 22 bitter erkämpften Jahren eines fragilen Friedens wieder in der Gewalt versinkt. Das nämlich wird geschehen, wenn der neue – und nordirisch völlig unbedarfte – britische Premier Rishi Sunak den Scharfmachern in Ulster das Ruder überlässt. Und zwielichtige Whitehall-Akteure oder -Aktricen weiter Märchen verbreiten dürfen über die EU und wie sie den schönen Brexit torpediert. Da kann man zuerst an die geistige Brandstifterin Suella Braverman im Innenressort denken.

Die Welt steht dank des Brandstifters Putin tatsächlich an einer historischen Schwelle. Und auf der kann es nur eine Verhandlungslösung für die nordirische Tragödie geben: Wiedervereinigung mit dem Rest Irlands und eine radikale säkulare Ausrichtung des dann neuen irischen Staatsgebildes. Ansonsten wird es Tote geben. (Peter Rutkowski)

Nordirland hat keine Regierung, weil die Königstreuen aus Frust über den Brexit jegliche Vorhaben in der Provinz blockieren. Es drohen Neuwahlen.

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