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Frühstücksei
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40 Millionen männliche Küken werden jedes Jahr hierzulande kurz nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert – bei dem Gedanken daran könnte einem das Frühstücksei im Halse stecken bleiben.

Kükenschreddern

Noch nicht alles gut

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
    schließen

Dem baldigen Ende des Schredderns von männlichen Küken müssen weitere Regeln für den Schutz von Tieren folgen - wie etwa eine Abkehr von der Hochleistungszucht

Das Frühstücksei. Blieb einem im Halse stecken. Immer, wenn man das las: Über 40 Millionen männliche Küken im Jahr werden hierzulande kurz nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert. Legen keine Eier, setzen zu langsam Fleisch an. Und weg damit.

Damit ist nun endlich bald Schluss. Ab 2022 ist diese Praxis verboten. Freilich nicht, weil die große Koalition den tierschutzwidrigen Missstand endlich beseitigen wollte, sondern weil das Bundesverwaltungsgericht der Politik 2019 Druck machte und das Kükentöten nur noch für eine Übergangszeit erlaubte.

Tierschutzbelange wögen schwerer als wirtschaftliche Interessen, urteilten die Richter – und machten damit auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) Beine, die die Entwicklung von Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei mit mehreren Millionen Euro unterstützte. Sie setzt sich nun an die Spitze der Bewegung: „Weltweit sind wir die ersten, die so klar vorgehen.“

Doch damit ist rund ums Ei noch längst nicht alles gut. Der Tierschutzbund fordert eine Abkehr von der Hochleistungszucht und die Förderung von „Zweinutzungshühnern“ – bei denen die Hennen Eier legen und die Hähne zur Mast aufgezogen werden. Das sollte uns Verbrauchern etwas höhere Preise wert sein.

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