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Nicht verwässern

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Das EU-Parlament hat die Reform des Emissionshandels zunächst abgelehnt. Das ist richtig, denn der Entwurf war nicht ambitioniert genug. Der Kommentar.

Das EU-Parlament kann sich nicht auf eine Reform des Emissionshandels der Europäischen Union einigen. Eine Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament hat gegen den Entwurf gestimmt und ihn zurück an den Umweltausschuss verwiesen.

Der Grünen-Fraktion etwa ging die Vorlage, über die abgestimmt werden sollte, nicht weit genug. Zum Beispiel kritisiert sie, dass die Emissionen derjenigen Sektoren, die unter den Emissionshandel fallen, bis 2030 nicht weit genug sinken sollten. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments war für 67 Prozent, zur Abstimmung heute stand jedoch ein weniger ambitionierter Entwurf. Umweltverbände mahnen, dass mindestens 70 Prozent nötig wären, um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten. Es ist daher richtig, den Entwurf abzulehnen und eine Nachbesserung zu fordern.

Das Argument, dass nicht genug Zeit für solche Kleinlichkeiten bleibe, klingt zunächst überzeugend. Doch wenn die Position erst einmal feststeht, wird es noch länger dauern, sie zu korrigieren. Das ist zu lang, um die Erderhitzung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen. Bericht Seite 13

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