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Nahost: Kein Frieden in Sicht

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Von: Inge Günther

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Wer vermag in der aktuellen Lage das großteils besetzte Westjordanland noch zu befrieden? Sicherlich nicht Netanjahus Regierung. Der Kommentar

Wieder einmal haben Unruhen an Jerusalems heiligen Stätten – sozusagen dem Epizentrum des Nahostkonflikts – eine brandgefährliche Kettenreaktion ausgelöst. Das Muster ist bekannt. Aber diesmal flogen Raketen nicht nur aus Gaza, sondern auch aus Südlibanon Richtung Israel, das die Angriffe erwartungsgemäß mit heftigem Bombardement heimzahlte. Jetzt sollen Ägypten und ebenso Frankreich Feuerwehr spielen. Gelingen kann das allenfalls bedingt.

Denn wer vermag das großteils besetzte Westjordanland noch zu befrieden, wo zwei junge Israelinnen am Karfreitag bei einem palästinensischen Attentat starben und radikale Siedler – auch das ein Muster – Vergeltung schworen? Schließlich sitzen ihre Verbündeten im Kabinett Netanjahu.

Es waren übrigens auch die rechtsextremen Unruhestifter im Ministeramt wie Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, die mit ihren Sympathien für Provokationen auf dem Tempelberg, sprich dem Gelände der Al-Aksa-Moschee, den Status quo zu Fall bringen möchten.

Premier Benjamin Netanjahu zieht da nicht mit. Politisch allerdings kommt ihm die eskalierte Lage zupass, um der Protestbewegung Wind aus den Segeln zu nehmen. Frei nach dem Motto: Jetzt geht nationale Einheit vor.

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