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Kommentar

Mutige Kritik

  • Markus Decker
    vonMarkus Decker
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Ostbeauftragter Wanderwitz übt Kritik an den eigenen Leuten. Der Kommentar.

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, kritisiert die eigenen Leute. Das ist unüblich und mutig. Wenn der sächsische CDU-Politiker bei Menschen in Ostdeutschland eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als im Westen des Landes sieht, gibt er lediglich Wahlergebnisse wieder. Die AfD holt bei Ostwahlen bis viermal so viele Stimmen wie bei Westwahlen. Das hat auch mit der SED-Diktatur zu tun. Aus ihr resultierte eine Staats- und Demokratieferne mancher Ostdeutscher ebenso wie die Neigung, sich als Objekt der Geschichte zu sehen und nicht als Subjekt.

Manche finden, Aufgabe eines Ostbeauftragten sei die Kritik an den strukturellen Benachteiligungen gegenüber Westdeutschland sowie an nicht selten fortexistierender westdeutscher Überheblichkeit. Wanderwitz tut das.

Zuallererst aber muss ein Ostbeauftragter die Interessen der Ostdeutschen vertreten. Und dazu gehört, ab und zu unbequeme Wahrheiten zu sagen. Der Versuch, stets aufs Neue den Eindruck zu erwecken, dass sie Opfer seien, ist gescheitert.

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