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Twitter in der Ära Musk kritisch begleiten

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Von: Thomas Kaspar

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Vor der Übernahme von Twitter hat Elon Musk eine Reihe von ungeklärten Themen angesprochen.
Vor der Übernahme von Twitter hat Elon Musk eine Reihe von ungeklärten Themen angesprochen. © Adrien Fillon/Imago

Der Milliardär Musk mag vor dem Kauf von Twitter die Meinungsfreiheit hinterfragt haben, was sie bedeutet, kann er aber nicht diktieren. Der Kommentar.

Wenn Elon Musk den Nachrichtendienst Twitter kauft, wirkt sich das weltweit darauf aus, wie Menschen Meinungsfreiheit definieren. Vor der Firmenübernahme hat er dazu einige ungeklärte Themen angesprochen: Wie machen Internetunternehmen transparent, mit welchen Logiken sie Nutzungsverhalten messen und darauf reagieren? Wie anonym sind die Angemeldeten und wie müssen sie sich authentifizieren? Unbeantwortet ist auch, wie sich Manipulationen durch automatisierte Antworten und durch massenhaft orchestrierte Kampagnen in den Griff bekommen lassen.

Musk kann nicht diktieren, was Meinungsfreiheit bedeutet

Musk hat das oben auf die Twitter-Tagesordnung gesetzt. Kritiker bemängeln, dass die Moderation von Hassbotschaften künftig eingeschränkt werden könnte. Es könnte auch sein, dass Automatismen Automatismen erkennen und so Menschen schützen.

Der Europäische Gerichtshof hat jüngst wegweisend Recht dazu gesprochen. Es ist nötig, Twitter auf dieser Basis in der Ära Musk kritisch zu beobachten. Musk mag Meinungsfreiheit hinterfragen, was sie bedeutet, kann er aber nicht diktieren. (Thomas Kaspar)

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