Toxische Männlichkeit zeigt sich hier im Gewand des soldatischen Archetyps.
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Toxische Männlichkeit zeigt sich hier im Gewand des soldatischen Archetyps.

Kommentar

Mord, kein Kampf

  • Bascha Mika
    vonBascha Mika
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Die australischen Kriegsverbrechen in Afghanistan muss selbst hartgesottene Militärs erschüttern. Der Kommentar.

Soldaten sind Mörder. Mal wieder trifft dieser Satz von Kurt Tucholsky auf Realität – im elementaren Sinn. Soldaten werden zum Kämpfen und Töten ausgebildet, das gehört zum Beruf. Doch was sich bei der Untersuchung zu australischen Kriegsverbrechen in Afghanistan an systemischen Abgründen auftut, muss selbst hartgesottene Militärs erschüttern. Australische Spezialeinheiten haben nicht bei kriegerischen Kampfhandlungen oder hitzigen Gefechten getötet – sondern kaltblütig und vorsätzlich gemordet. Ihre Opfer: Zivilisten.

Der Oberbefehlshaber der australischen Streitkräfte spricht von einer „egozentrischen Kriegerkultur“. Egozentrisch? Wohl eher toxisch. Toxische Männlichkeit zeigt sich hier im Gewand des soldatischen Archetyps.

Ein durch militärischen Drill und dessen gewalttätige Ordnung geformtes Ich, das in seinem „Körperpanzer“ (Klaus Theweleit) steckt. Aggressionsgesättigt und kaum fähig zu menschlicher Regung.

Von brutalisierter Maskulinität zum Mord – die australischen Soldaten sind ein barbarisches Beispiel.

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