Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Das Koblenzer Urteil im historischen Prozess um Folter in Syrien ist gefallen (Symbolbild).
+
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Das Koblenzer Urteil im historischen Prozess um Folter in Syrien ist gefallen (Symbolbild).

Syrien-Prozess

Momentum nutzen

  • Jakob Maurer
    VonJakob Maurer
    schließen

Das Koblenzer Urteil im historischen Prozess um Folter in Syrien unterbricht die beschämende Stille der Straflosigkeit. Der Kommentar.

Mit Tausenden angenommener Asylanträge für Geflüchtete aus Syrien erkennen große Teile der internationalen Gemeinschaft an, dass im Bürgerkriegsland seit Jahren Unrecht geschieht. Dass nun juristisch erstmals die Verbrechen gegen die Menschlichkeit als solche bestraft werden, ist die logische Konsequenz und – viel wichtiger – ein Meilenstein für die Verfolgung des brutalen, menschenverachtenden Regimes von Baschar al-Assad.

Das Urteil von Koblenz unterbricht die beschämende Stille der Straflosigkeit wie eine langersehnte Fanfare für Gerechtigkeit. Es ist ein Moment, in dem Betroffene und Hinterbliebene aus einem geschundenen Land sich gehört und gesehen fühlen dürften. Dass dies von Deutschland ausgeht, ist mitnichten anmaßend, sondern dem Weltrechtsprinzip folgend konsequent.

Jedoch zeigt es auch das Versagen der internationalen Gemeinschaft, dass in Koblenz nur ein desertierter Geheimdienstmitarbeiter vor Gericht stand – wo doch eigentlich Assad nach Den Haag gehört. Die neue Bundesregierung, die im Ausland wertegeleiteter auftreten will, muss das Momentum nutzen und das Pochen auf ein Ende der Blockadehaltung von Staaten wie Russland und China in dieser Frage intensivieren. Sonst wird es wieder still.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare