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Mit oder ohne Segen

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Von: Tobias Schwab

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„Ich habe Wohnungen, Autos, Fahrstühle und unzählige Rosenkränze gesegnet und soll zwei Menschen nicht segnen können, die sich lieben? Das kann nicht Gottes Wille sein“ – mit dieser Meinung spricht der Generalvikar des Bistums Speyer, 
 Andreas Sturm, vielen Seelsorger:innen aus dem Herzen.
„Ich habe Wohnungen, Autos, Fahrstühle und unzählige Rosenkränze gesegnet und soll zwei Menschen nicht segnen können, die sich lieben? Das kann nicht Gottes Wille sein“ – mit dieser Meinung spricht der Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, vielen Seelsorger:innen aus dem Herzen. © Herbert Neubauer/dpa

Viele Professorinnen und Professoren der Theologie protestieren zur Recht gegen den Vatikan und dessen Segnungsverbots für gleichgeschlechtliche Paare. Der Kommentar.

Roma locuta, causa finita (Rom hat gesprochen, die Sache ist beendet) - dieser Satz gilt schon lange nicht mehr. Jüngstes Beispiel: die Reaktionen auf das vatikanische Verbot von Segensfeiern für homosexuelle Paare. „Ich habe Wohnungen, Autos, Fahrstühle und unzählige Rosenkränze gesegnet und soll zwei Menschen nicht segnen können, die sich lieben? Das kann nicht Gottes Wille sein“, pointierte schon vergangene Woche der Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, seinen Frust und sprach damit vielen Seelsorger:innen aus dem Herzen.

Jetzt geben auch mehr als 200 namhafte Theologie-Professorinnen und -Professoren der Glaubenskongregation kontra und attestieren dem Papier aus Rom mangelnde theologische Tiefe.

Ändern wird das im Vatikan nichts. Ganz bewusst ist das Lehramt hier eingeschritten und setzt auf dem „Synodalen Weg“, den die katholische Kirche hierzulande beschreitet, ein weiteres Stoppschild. Was bleibt da? Nur eins: Theologisch gut begründet an der vielerorts üblichen Segnung von schwulen und lesbischen Paaren festzuhalten - mit oder ohne Segen aus Rom.

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