Die Demonstranten sind keine Ganoven. Es sind junge, gebildete Menschen, die dem Staat eine Zukunft bieten könnten.
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Die Demonstranten sind keine Ganoven. Es sind junge, gebildete Menschen, die dem Staat eine Zukunft bieten könnten.

Kommentar

Militante Elite

  • Johannes Dieterich
    vonJohannes Dieterich
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Die Verantwortlichen in Nigeria sollten den Protest nicht niederschlagen, sondern mit den Menschen Lösungen für die Probleme suchen. Ein Kommentar.

Die nigerianische Regierung sollte gewarnt sein. Die Demonstrantinnen und Demonstranten in vielen Städten des Landes, auf die ihre Sicherheitskräfte schießen, sind weder Ganoven noch Störenfriede. Es sind auch keine islamistischen Extremisten, die den Nordosten des Landes schon seit Jahrzehnten verheeren.

Vielmehr protestieren seit zwei Wochen vor allem junge und erfolgreiche Landsleute, die ihr Geld vorwiegend in der IT-Branche verdienen – und von der Polizeimacht schon seit Jahren ausgeraubt, misshandelt oder ermordet werden. Es sind jene Nigerianerinnen und Nigerianer, die dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas eine Zukunft bieten könnten.

Die Elite des westafrikanischen Landes lässt immer wieder ihre Höllenhunde los, wenn jemand ihrer korrupten Herrschaft gefährlich zu werden droht. Das mag gegenüber einer Landbevölkerung oder den Heeren städtischer Kleinkrimineller „gut“ gehen. Nun hat das Establishment einem der wenigen lebhaften Zweige des maroden Erdölstaats den Krieg erklärt. Das kann nur in einer Katastrophe enden.

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