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Mehr Schiffe

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Getreidespeicher im Hafen von Odessa.
Getreidespeicher im Hafen von Odessa. © David Goldman/dpa

Das erste Schiff mit Mais hat Odessa verlassen, weil die Ukraine und Russland davon profitieren, aber nicht, weil Putins Regime einlenken will. Der Kommentar.

Nachdem das erste Schiff mit Nahrung Odessa verlassen hat, darf man vorsichtig optimistisch sein, dass es seinen Zielhafen auch erreicht, und darüber hinaus davon ausgehen, dass alle Beteiligten weitere Lieferungen zulassen. Die Ukraine braucht die Einnahmen. Russland ist an einem Imagegewinn interessiert und will wohl nicht auch noch für Hungertote in Ländern verantwortlich sein, die dringend auf Essen aus der Ukraine warten.

Schön wäre es auch, wenn dieser Erfolg nach Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, der Türkei und den UN weitere nach sich ziehen würde. Gespräche über den Austausch von Gefangenen wären denkbar. Doch viel mehr lässt Russland nicht zu. Schon die Gespräche über Fluchtkorridore hat Putins Regime mehr verhindert als ermöglicht.

Und Friedensverhandlungen hat der Autokrat Wladimir Putin immer abgelehnt und alle, die trotzdem mit ihm sprechen wollten, mit leeren Händen nach Hause geschickt. Stattdessen lässt er seine Armee in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Ukrainerinnen und Ukrainer töten und die Lebensgrundlagen der Überlebenden in den besetzten Gebieten zerstören und schreckt auch vor Kriegsverbrechen nicht zurück. Putin lässt also Taten sprechen. Bericht S. 4

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