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Mehr als ein Symbol

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Von: Friederike Meier

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Mehrere Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass die Kohle unter dem Dorf Lützerath für die deutsche Energiesicherheit nicht benötigt wird.
Mehrere Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass die Kohle unter dem Dorf Lützerath für die deutsche Energiesicherheit nicht benötigt wird. © Thomas Banneyer/dpa

Der Umgang mit Lützerath zeigt, dass die Brisanz der Klimakrise selbst bei den im Bund und in NRW mitregierenden Grünen noch nicht ausreichend angekommen ist. Der Kommentar.

Die Polizei hat begonnen, sich auf die Räumung des Dorfes Lützerath im Rheinland vorzubereiten. Dort leben Klimaaktivist:innen, um dagegen zu protestieren, dass das Dorf für die Braunkohle abgebaggert wird.

Häufig wird kritisiert, dass Lützerath „nur ein Symbol“ für die Bewegung sei. Ob die Kohle darunter verfeuert wird, sei für das Klima letztlich irrelevant.

Mehrere Gutachten kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass die Kohle unter dem Dorf für die Energiesicherheit nicht benötigt wird. Der Energiesektor droht, seine Klimaziele zu verfehlen. Wenn die Bundesregierung glaubhaft machen will, dass sie daran interessiert ist, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten, muss sie allerdings Emissionen einsparen, wo möglich.

Der Umgang mit Lützerath zeigt, dass die Brisanz der Klimakrise selbst bei den im Bund und in NRW mitregierenden Grünen noch nicht ausreichend angekommen ist.

Das Dorf ist zu einem Symbol geworden - dank der Politik von Bund und NRW. Für Deals mit einem Konzern, der mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen Geld verdient. Der Kohleausstieg ist das Herzstück der Klimawende in Deutschland – oder könnte es zumindest sein. Es fehlt einzig und allein der politische Wille.

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