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Maskenpflicht: Niemand weiß genau, was genau gilt.
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Maskenpflicht: Niemand weiß, was genau gilt.

Kommentar

Maskenpflicht: Die Corona-Chaostage endlich beenden

  • Thomas Kaspar
    VonThomas Kaspar
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Gerade weil die Debatte um die Maskenpflicht so spaltend wirkt, sind klare und nachvollziehbare Leitplanken umso nötiger. Ein Kommentar von FR-Chefredakteur Thomas Kaspar.

Frankfurt am Main - Maskenpflicht: Bei kaum einem Thema wird für jede und jeden die Pandemiebekämpfung so greifbar wie bei der Verhüllung des Gesichts. Und ausgerechnet im Angesicht des Mundschutzes versagt die Regierung als Ordnungshüterin. Wir erleben Corona-Chaostage.

Längst ist unsere Gesellschaft aufgeteilt in drei Gruppen. Auf der einen Seite diejenigen, die Masken als Maulkorb-Symbol stellvertretend für den Entzug von Freiheitsrechten anprangern. Auf der anderen Seite jene, die vor der Ausbreitung der Delta-Variante wie in Großbritannien warnen und selbst bei geringsten Infektionszahlen den Schutz nicht abschaffen wollen. Und dazwischen die große Gruppe, die mal in die eine, mal in die andere Richtung tendiert. Sie alle eint: Niemand weiß, was genau gilt.

Maskenskandal: Es geht um Wahlkampf und nicht um das Wohl der zu Schützenden

Die Angst um die eigene Gesundheit oder die eigene Freiheit lässt sich nicht einfach per Mehrheit entscheiden, da jeweils bei der unterlegenen Minderheit grundlegende Werte berührt werden. Und gerade weil die Debatte so spaltend wirkt, sind klare und nachvollziehbare Leitplanken umso nötiger. Transparenz beruhigt den Streit, der mittlerweile die Elternschaft von Schulklassen, ganze Belegschaften, Nachbarschaften oder Familien entzweit.

Die Glaubwürdigkeit von CDU/CSU ist nach der persönlicher Bereicherung einiger Unions-Abgeordneter schwer beschädigt. Nach dem Streit zwischen Gesundheitsministerium (CDU) und Arbeitsministerium (SPD), ob nicht TÜV-geprüfte Masken an Obdachlose und Menschen, die Hartz 4 beziehen, bleibt bei jedem Vorschlag der großen Koalition der fade Geschmack, es gehe um Wahlkampf und nicht um das Wohl der zu Schützenden. Über allem hängt das Damokles-Schwert, dass Gerichte die zu langsam und halbherzig getroffenen Beschlüsse wegen Unverhältnismäßigkeit wieder einkassieren.

Zeit, die Maskenpflicht geordnet abzuschaffen

Es ist Zeit, die Maskenpflicht geordnet abzuschaffen. Die Regierung muss dazu einen rechtssicheren Vorschlag erarbeiten, damit die Länder je nach Lage vor Ort mit wenigen Regeln auf Faktenbasis genau festlegen können, was in Schulen, dem öffentlichen Nahverkehr, was außen und innen gilt. Ohne nachvollziehbare Klarheit frisst sich die Unsicherheit wie ein Flächenbrand durch Zugabteile, Kitas und Restaurants. (Thomas Kaspar)

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