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Mahner gegen Rechte

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Von: Martin Benninghoff

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UN-Generalsekretär Guterres nimmt zu Recht die Putschpläne der „Reichsbürger“ in Deutschland zum Anlass, um auf deren internationale Tragweite hinzuweisen

Fest zu seinen Prinzipien stehen – das hat UN-Generalsekretär António Guterres zu seinem Leitsatz gemacht. Anfänglich konnte man skeptisch sein, ob er angesichts der Vielzahl weltweiter Krisen die richtigen Prioritäten setzt. So hat er Nordkoreas Aggression oft zu leise kritisiert. Doch Guterres ist aufgewacht. Als Mahner ist er unverzichtbar, wenn Regierungen wieder einmal beschwichtigen. Zuletzt bei der UN-Klimakonferenz. Jetzt legt er nach bei einem Thema, bei dem chronisch beschwichtigt wird: die Verächtlichmachung der Demokratie.

Die Putschpläne der „Reichsbürger“ in Deutschland nimmt Guterres richtigerweise zum Anlass, auf deren internationale Tragweite hinzuweisen. Denn obwohl die nationalistischen Putschfantasien in diesem Fall sehr deutsch-biedermeierlich daherkommen, sind die Angriffe auf die parlamentarische Demokratie durch Gewalt- und Verschwörungsideen und die Hoffnung auf einen autokratischen „Erlöser“ zu einer globalen Gefahr angewachsen, die nicht unterschätzt werden darf. Weder in Deutschland, noch sonst irgendwo auf der Welt. Bericht S. 4

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