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Fake News: Lügen haben digitale Beine

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Von: Thomas Kaspar

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Der Begriff „Fake-News“ für Falschnachrichten hat auch Einzug in den Duden gehalten.
Der Begriff „Fake-News“ für Falschnachrichten hat auch Einzug in den Duden gehalten. © Jens Kalaene/dpa

Für eine demokratische Gesprächskultur sollten sich Parteien zu einem fairen Wahlkampf verpflichten und Bürgerinnen sowie Bürger aufhören, ungeprüft jeden Mist im Netz zu verbreiten. Der Kommentar.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht? Von wegen! Er kann damit sogar US-Präsident werden. Donald Trump hat die „alternativen Fakten“ nicht erfunden. Durch ihn wurde aber für jeden sichtbar, welch negative Macht der systematische skrupellose Webeinsatz hat. In der Politik haben Lügen digitale Beine.

Die Grünen haben eine Selbstverpflichtung für fairen Wahlkampf veröffentlicht. Erschütternd ist, dass das Fehlverhalten, das sie für sich ausschließen, inzwischen so üblich ist, dass es dafür Fachbegriffe gibt: Nur anonyme Daten kaufen (Targeting), nicht lügen (Fake-News), Community nicht zur Meinungsmache missbrauchen (Doxing), Absender kennzeichnen (Trolling).

Schnell ist eine billige Pointe geteilt

Wer das für selbstverständlich hält, sollte sich selbst beim nächsten Besuch im Internet überprüfen. Wie schnell ist eine billige Pointe geteilt, wie gern der Bosheit geglaubt, wenn sie nur den politischen Gegner trifft.

So wichtig es ist, dass alle Parteien eine ähnliche Verpflichtung abgeben, wichtiger ist, dass wir selbst aufhören, jeden Mist ungeprüft im Web zu verbreiten. Das schadet vordergründig nur dem politisch Andersdenkenden. Am Ende zerstört es die Möglichkeit, sich politisch zu streiten – und trifft am Ende gerade jene, die Lust auf die Auseinandersetzung haben. (Thomas Kaspar)

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