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Für Home-Schooling bedarf es entsprechendes Equipment - das kann sich aber nicht jeder leisten.
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Im Zuge des Home-Schoolings hat die Nutzung digitaler Medien enorm zugenommen.

Pisa-Studie

Lesend lernen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Die Pisa-Studie zeigt: Wer eine digitale Aufrüstung fordert, sollte daran denken, dass Digitalität die Bildungsschere weiter auseinanderdrücken kann.

Youtube ist die wohl beliebteste Informationsquelle nicht nur vieler Jugendlicher. Man muss dort kaum noch lesen. Alles, was man zu wissen begehrt, erscheint im bewegten Buntbild und wird mündlich erläutert. Wozu sich also noch durch seitenlange Erklärungen quälen? Gleiches gilt für die Unterhaltungssparte. Filme und Videoclips sind eben bequemer zu konsumieren als ein dickes Buch.

Der Befund der Sonderauswertung zur Pisa-Studie, wonach die Lesefreudigkeit der 15-Jährigen abnimmt, mag daher kaum überraschen. Und das war 2018, also vor Corona. Seitdem hat die Nutzung digitaler Medien, die vor allem auf Bild und Ton statt auf Schrift setzen, noch zugenommen. Was heißt es aber, wenn weniger gelesen (und geschrieben) wird? Ist das eigentlich schlimm?

Angebote zum Lernen fruchten vor allem dann, wenn die Basiskompetenzen vorhanden sind, also gerade Lesen und Schreiben. Jene, die diese Kompetenzen beherrschen, können von den Möglichkeiten, die die digitalen Medien schaffen, profitieren. Die anderen werden weiter abgehängt. Digitalität kann die Bildungsschere weiter auseinanderdrücken. Gerade hierzulande hat die soziale Herkunft zu großen Einfluss auf die Bildungsbiografie. Wer eine digitale Aufrüstung fordert, sollte daran denken.

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