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Lawrows Tournee

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Von: Stefan Scholl

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow versucht mit Besuchen den angeschlagenen Ruf seines Landes zu verbessern. Doch es bleibt fraglich, ob er punkten kann. Ein Kommentar.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow versucht mit seinen Besuchen in Ungarn, Österreich und Italien den angeschlagenen Ruf seines Landes zu verbessern. Lawrow mag nach weichen Stellen in der Front seiner europäischen Gegnerschaft tasten. Doch es bleibt fraglich, ob Moskaus Chefdiplomat mit seinen Bärbeißigkeiten gegen den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell im Besonderen oder die internationale Politik des Westens im Allgemeinen wirklich groß punkten wird und das Verhältnis zu Europa verbessern kann, das durch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland, dessen hybriden Krieg und massiven Giftmordverdacht arg belastet ist.

Erst wenn Russlands Außenminister wieder Einladungen aus seiner Nachbarschaft in Polen, dem Baltikum oder gar der Ukraine bekommen wird, kann man in Moskau außenpolitische Normalität feiern. Und es bleibt abzuwarten, wie lange Lawrow noch im Amt sein wird. In Moskau wird seit langem über die Amtsmüdigkeit des 71-Jährigen spekuliert. Im Oktober will Lawrow nach Schweden und Norwegen.

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