Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Abiy Ahmed bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.
+
Abiy Ahmed bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.

Tigray

Kriegstreiber Abiy

  • Johannes Dieterich
    vonJohannes Dieterich
    schließen

Äthiopiens Premier Abiy Ahmed ist ein Beispiel, warum einem Menschen der Friedensnobelpreis aberkannt werden müsste. Der Kommentar.

Es ist noch nie passiert und wird wohl auch künftig nicht vorkommen: Dass einem Friedensnobelpreisträger seine Auszeichnung aberkannt wird. Dagegen spricht schon, dass das Preiskomitee einen Fehler einräumen müsste – und dass die Aberkennung noch umstrittener als die Anerkennung werden könnte. Vor eineinhalb Jahren war die Auszeichnung nicht einmal umstritten. Äthiopiens Premier Abiy Ahmed schien ein ausgezeichneter Kandidat zu sein: Er hatte ein unterdrückerisches Regime zerlegt und mit den eritreischen Nachbarn Frieden geschlossen. Dass er gleich zu Beginn seiner Amtszeit ausgezeichnet wurde, schien ein weiterer Bonus zu sein: So wurde dem fortschrittlichen Regierungschef noch Wind in die Segel geblasen.

Inzwischen sind wir eines Schlechteren belehrt. Der Ex-Geheimdienstoffizier suchte den Frieden mit der benachbarten Diktatur offensichtlich nur, um besser gegen den gemeinsamen Erzfeind – die Bevölkerung der Tigray-Provinz – vorgehen zu können. Das Bündnis brachte unsägliches Elend über die Region, das Abiy durch unzählige Lügen zu verschleiern suchte. Auch wenn Äthiopiens Mr. Hyde seinen Preis aus den bekannten Gründen wohl nie zurückgeben muss: In unsere Annalen wird er als Kriegstreiber und nicht als Friedensnobelpreisträger eingehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare