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Aktivisten:innen in der Berliner Rigaer Straße 94 halten Feuerwerk aus dem Fenster bei der gewaltsamen Öffnung der Tür durch Polizisten.
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Aktivisten:innen in der Berliner Rigaer Straße 94 halten Feuerwerk aus dem Fenster bei der gewaltsamen Öffnung der Tür durch Polizisten.

Hausbesetzung

Rigaer Straße in Berlin: Kriegsspiele ändern nichts

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Die Krawalle in der Rigaer Straße in Berlin arbeiten denen in die Hände, die Kapitalismuskritik pauschal als linksextreme ansehen. Ein Kommentar.

Berlin – Von Bertolt Brecht stammt der berühmte Ausspruch „Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Manche Leute scheinen das etwas zu wörtlich zu nehmen, wenn sie es auf Immobilien anwenden, so etwa nach dem Motto „Was ist das Besetzen eines Hauses gegen das Besitzen eines Hauses?“

Brechts Ausspruch war sicher nicht als lebenspraktischer Rat für kapitalismuskritische Menschen gedacht. Aber in bestimmten Kreisen wird aus berechtigter Kritik am gnadenlosen kapitalistischen Immobilienmarkt, aus noch legitimen Regelverletzungen wie friedlichen Hausbesetzungen eine plumpe Handlungslogik: Der Polizeischutz für eine Brandschutz-Begehung lässt sich dann leicht zu einer Art Kriegshandlung von Staat und „Bullen“ aufblasen, gegen die man sich natürlich ebenso militant wehren müsse.

Brennende Autos in der Rigaer Straße in Berlin: Bringen nicht mehr Freiheit

Verletzte Polizisten und brennende Autos werden dem Ziel, autonome Frei- und Wohnräume zu schaffen, sicher nicht dienen. Sie machen es nur allen schwerer, die gegen den konservativen Ruf nach Repression um friedliche, durchaus auch radikale Veränderung kämpfen. Auch sie werden zu spüren bekommen, wie leicht es diese gewaltfreudigen Freund-Feind-Rituale der Gegenseite machen, Kapitalismuskritik pauschal in die linksextremistische Ecke zu stellen. (Stephan Hebel)

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