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Krieg in der Ukraine: Viel Arbeit und Kontrolle

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Die Mittel zum Wiederaufbau sollten an Bedingungen geknüpft werden, damit sie auch möglichst allen Menschen in der Ukraine zugutekommen.
Die Mittel zum Wiederaufbau sollten an Bedingungen geknüpft werden, damit sie auch möglichst allen Menschen in der Ukraine zugutekommen. © OLEKSANDR GIMANOV/AFP

Der Wiederaufbau der „demokratischen und korruptionsfreien“ Ukraine kann nur gelingen, wenn die Hilfsmittel an Bedingungen geknüpft werden und das Projekt transparent ist. Der Kommentar.

Kiew – Damit die hehren und richtigen Ziele der Luganer Erklärung für den Wiederaufbau der „freien und demokratischen, korruptions- und CO₂-freien“ Ukraine auch erreicht werden, ist ein langer Atem, viel Arbeit und noch mehr Kontrolle nötig. Es ist auch unzweifelhaft richtig, sofort damit zu beginnen.

Denn das überfallene Land benötigt sofort Hilfe. Nicht nur, damit sich Ukrainerinnen und Ukrainer vor allem im Osten und Süden gegen den russischen Aggressor wehren können, sondern damit im restlichen Land nicht alles zusammenbricht und es weiter so etwas wie eine Bleibeperspektive gibt.

Russland muss an den Kosten beteiligt werden

Die Mittel zum Wiederaufbau sollten an Bedingungen geknüpft werden, damit sie auch möglichst allen Menschen in der Ukraine zugutekommen. Schließlich war die Ukraine vor dem russischen Überfall trotz aller Reformanstrengungen im Korruptionsindex von Transparency International auf Platz 122 von 180. Nur wenn der Prozess möglichst transparent ist, werden die Menschen in den Geberstaaten das Projekt unterstützen.

So sehr es richtig ist, Russland an den Kosten für den Wiederaufbau zu beteiligen, so sehr muss berücksichtigt werden, dass die Bürde von Reparationen nicht zu groß wird. Negative Folgen sind jedenfalls bekannt. (Andreas Schwarzkopf)

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