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Seit mehr als einem Jahr bleibt die Arena im Stadtwald bei Spielen von Eintracht Frankfurt meist leer.
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Seit mehr als einem Jahr bleibt die Arena im Stadtwald bei Spielen von Eintracht Frankfurt meist leer.

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Eintracht Frankfurt und Fans – Festhalten an Inzidenz ist nicht mehr zeitgemäß

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Eintracht Frankfurt könnte mit gutem Erfolg klagen, wenn das Publikum ausgesperrt bleibt. Die Inzidenz als Messwert der Pandemie ist nicht mehr zeitgemäß.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt spielt vor Publikum Fußball, in der Gastronomie sind keine Tests mehr nötig, und Volksfeste sind mit wenigen Auflagen möglich. Das klingt nach einer Zeit, in der Corona zwar nicht besiegt, aber zumindest unter Kontrolle ist. Allein: Die meisten dieser Lockerungen, die die Landesregierung kürzlich vorgestellt hat, wird es nicht geben. Zumindest nicht in den Städten und schon gar nicht mittel- oder langfristig.

Gekoppelt ist die Rückkehr zu einem halbwegs normalen Leben – mal wieder – an die Inzidenz. Liegt die über 35, dürfen sich Fußball-Fans wieder auf Geisterspiele freuen, und die Wirte sollen Testergebnisse kontrollieren. Darmstadt lag am Dienstag schon über dieser Grenze, Frankfurt und Wiesbaden dürften bald folgen.

Eintracht Frankfurt: Inzidenz-Regelung ist unsinnig

Diese Regelung ist unsinnig, denn der alleinige Blick auf die Inzidenz ist aus der Zeit gefallen. Selbst das nicht zu Übermut neigende Robert-Koch-Institut hat klargestellt, dass zur Beurteilung der Corona-Lage weitere Kriterien außer der schlichten Fallzahl nötig sind.

Wie notwendig ein Umdenken ist, zeigt sich an den Eintracht-Spielen. Schon im vorigen Sommer, als die Mannschaft zweimal vor (wenigen) Fans spielen durfte, ging der bange Blick auf die Inzidenzzahl. Wie heute lag die Grenze des Erlaubten bei 35. Nur: Damals war niemand geimpft. Wenn die Eintracht in einem Monat in die neue Spielzeit startet, werden bundesweit fast 50 Millionen Menschen den vollständigen Schutz haben. Auch wenn die Impfungen Infektionen nicht immer verhindern, so ist die Lage doch eine völlig andere.

Eintracht Frankfurt sollte die Rückkehr der Fans weiterhin planen

Die Betroffenen sollten deshalb darauf pochen, dass sie ihre (Grund-)Rechte auch bei einer höheren Inzidenz zurückerhalten. Die Politik muss schleunigst neue Kriterien finden: etwa die Impfquote, die Zahl der schweren Verläufe und die Belegung der Intensivstationen.

Und Eintracht Frankfurt sollte die Rückkehr der Fans weiterhin planen. Wenn diese dann von der Stadt Frankfurt verboten wird, wäre der Bundesligist gut beraten, vor Gericht zu ziehen. Ein gutes Hygienekonzept vorausgesetzt, stünden die Chancen dort nicht schlecht. (Georg Leppert)

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