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Klimawahl für die Welt

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Von: Ruth Herberg

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Strukturiert und organisiert wird der brasilianische Regenwald verbrannt und abgeholzt bis nur noch die nackte Erde da ist. Es ist fraglich, ob das unter einem potentiellen Präsidenten da Silva anders wird.
Strukturiert und organisiert wird der brasilianische Regenwald verbrannt und abgeholzt bis nur noch die nackte Erde da ist. Es ist fraglich, ob das unter einem potentiellen Präsidenten da Silva anders wird. © Fernando Souza/dpa

Der Rest der Welt muss auf einen Wahlsieg Lulas in Brasilien hoffen, aber selbst in diesem Fall darauf einwirken, dass die „grüne Lunge“ der Erde erhalten bleibt. Der Kommentar.

Die Menschen in Brasilien stimmen bei der Präsidentschaftswahl an diesem Sonntag nicht nur über die Zukunft von Demokratie und Menschenrechten in ihrem Land ab, sondern auch über die des globalen Klimaschutzes. In Brasilien liegt mehr als die Hälfte des Amazonas-Regenwalds.

Wer bestimmt, was in den nächsten Jahren dort passiert, hat einen großen Einfluss auf die Zukunft des Planeten. Zwar liegt Herausforderer Luiz Inácio „Lula“ da Silva jüngsten Umfragen zufolge vor Klimasünder Jair Bolsonaro, der in seiner Amtszeit im Amazonas massenhaft Brandrodungen zugunsten der Landwirtschaft nicht nur akzeptierte, sondern auch förderte und das im Fall seiner Wiederwahl fortsetzen dürfte. Aber auch Lula will das Gebiet „nachhaltig“ entwickeln.

Insofern muss der Rest der Welt zwar auf einen Wahlsieg Lulas hoffen, aber selbst in diesem Fall darauf einwirken, dass die „grüne Lunge“ der Erde erhalten bleibt. Die EU hat jüngst ein passendes Instrument auf den Weg gebracht: Sie will den Import von Waren, für die Wälder abgeholzt wurden, erschweren. Dieses Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten muss möglichst streng werden und bei Verstößen Strafen vorsehen – erst recht für den Fall, dass Bolsonaro doch wiedergewählt wird. Berichte S. 8/9

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