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KleinesÖl-Embargo

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Steven Geyer

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Der russische Präsident Wladimir Putin.
Der russische Präsident Wladimir Putin. © Alexander Nemenov / dpa

Bei aller Unzufriedenheit mit dem EU-Kompromiss: Zwei Drittel der Einnahmen aus dem Ölverkauf werden dem Kriegsherren Putin im nächsten Jahr fehlen – kein Zweifel, dass die Summe der Sanktionen Russland heftig schmerzen wird. Der Kommentar.

Ist der Tank halbvoll oder halbleer? Auch für die Bewertung des Ölembargos, das die EU jetzt beschlossen hat, kommt es auf die Perspektive an.

Wer den Blick auf die langen Übergangsfristen richtet und auf den Ölpreis, der nach dem Beschluss neue Rekordhöhen erzielte, der ärgert sich über die Milliarden, die weiter ins Putins Kriegskasse gespült werden. Wer mit den Ausnahmen vom Importstopp hadert, die Ungarns Regierungschef Viktor Orbán durchgesetzt hat, beklagt das ruchlose Vorgehen des EU-Dauerquertreibers und das Ende der Geschlossenheit gegenüber Moskau.

Positiv gewendet lässt sich allerdings ebenso gut sagen, dass seit dem russischen Angriffskrieg immerhin schon fünf Sanktionspakete einvernehmlich beschlossen wurden. Dass die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge, die Verurteilung Putins und die Unterstützung der Ukraine und sogar die Beerdigung der Pipeline Nord Stream 2 schnell und einmütig vereinbart wurden.

Und selbst für das Ölembargo gilt: Zumindest in dieser Form ist es beschlossen. Zwei Drittel der Einnahmen aus dem Ölverkauf werden dem Kriegsherren Putin im nächsten Jahr fehlen – kein Zweifel, dass die Summe all der Sanktionen Russland schon bald heftig schmerzen wird.

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