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Kims Signale

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Südkorea sollte das Gesprächsangebot Nordkoreas nutzen, statt auf die harschen Töne Pjöngjangs zu reagieren. Der Kommentar.

Aus nordkoreanischer Sicht ist es kein Widerspruch, wenn Machthaber Kim Jong Un Südkorea als Sklave des Verbündeten USA bezeichnet und andererseits ankündigt, die Kommunikationskanäle nach Seoul wieder zu öffnen. Auch die Raketentests und das schroffe Nein zum Gesprächsangebot der Biden-Administration gehört durchaus zur besonderen Logik Pjöngjangs.

Das Land leidet unter einer schlechten Ernte und geschlossenen Grenzen wegen der selbstverhängten Corona-Isolation. Und wie schon so oft in einer solch prekären Situation, setzt der Diktator auch diesmal wieder darauf, mit starken Worten vor heimischem Publikum zu glänzen.

Der Rest der Welt sollte sich nicht genervt abwenden. Vor allem Seoul sollte die Möglichkeit nutzen, mit dem Nachbarn wieder sprechen zu können. Erst dann wird man herausfinden können, ob Nordkorea in Not ist oder Kim womöglich im November zum 70. Jahrestag des Waffenstillstands mit dem Süden etwas aushandeln will, was er zu Hause als Erfolg präsentieren könnte. Südkorea hat einen Friedensvertrag angeregt.

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