Kevin Kühnert
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Kommentar zu Bundestagskandidatur

Kevin Kühnert legt Juso-Vorsitz nieder – Jetzt hat er größere Ziele

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Juso-Chef Kühnert will für den Bundestag kandidieren, um sein schnell gewonnenes Renommee in mehr Einfluss zu verwandeln und das linke Profil der SPD zu schärfen. Ein Kommentar.

  • Kevin Kühnert gibt seinen Juso-Vorsitz auf
  • Der SPD-Politiker möchte im nächsten Jahr für den Bundestag kandidieren
  • Er möchte sein Renommee in Einfluss verwandeln

Kevin Kühnert ist gerade erst 31 Jahre alt geworden, aber er darf schon als erfahrener Politiker gelten. Es ist also kein Zufall, wenn er sich gerade jetzt schon mal von den Jusos in Richtung Bundestag verabschiedet.

Kevin Kühnert hat ein Ziel: den Bundestag

Gut ein Jahr vor der Wahl läuft die Kanzlerkandidatur der SPD immer deutlicher auf Olaf Scholz zu, den im Gegensatz zu Kühnert sicher niemand einen linken Flügelflitzer nennen würde. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die Scholz im vergangenen Jahr bei der Vorsitzenden-Wahl besiegt hatten, sind zwar nicht ohne Einfluss geblieben – aber das ganz große linke Gegengewicht zu Scholz sowie seinen Verbündeten in Kabinett und Fraktion bilden sie auch nicht. Da liegt es für Kühnert nahe, sein schnell gewonnenes Renommee in mehr Einfluss zu verwandeln. Was mit Bundestagsmandat sicher besser geht als ohne – und wer weiß, ob nicht mehr drin ist, wenn im Herbst 2021 zum Beispiel der Fraktionsvorsitz zu besetzen ist.

Kevin Kühnert: linker Flügelblitzer

Für alle, die einen starken linken Flügel in der SPD für notwendig halten, bleibt dann nur eines noch zu hoffen: dass der junge Aufsteiger im Lauf seiner Karriere nicht vor lauter partei- und womöglich koalitionsinternen Rücksichten seine Positionen bis zur Unkenntlichkeit anpasst. So etwas soll es ja schon gegeben haben, auch in der SPD.

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