Teilabzug der US-Truppen

Keine gute Nachricht

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Der angekündigte Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland erhöht die Spannungen gegenüber Russland und innerhalb der Nato. Der Kommentar.

Nein, die Sicherheit Deutschlands und der anderen europäischen Nato-Mitglieder wird nicht unmittelbar geringer, nur weil die USA mehr Einheiten von hiesigen Standorten abziehen wollen als vor wenigen Wochen angekündigt. Die Trump-Administration sorgt aber für mehr Spannungen.

Sie will einige US-Verbände nach Polen und in die baltischen Staaten verlegen und damit näher an die russische Grenze. Dies wird die Spannungen mit Moskau sicher verstärken. Wer aber Wladimir Putins teils aggressive Politik gegenüber europäischen Staaten ändern will, der sollte ihm nicht nur drohen, sondern sollte ihm auch etwas bieten. Gespräche darüber beispielsweise, wie die gemeinsame Sicherheit erhöht und das teure und gefährliche Wettrüsten beendet werden kann.

Auch innerhalb des transatlantischen Bündnisses verbessert der US-Vorstoß das Verhältnis der Verbündeten untereinander nicht. Washington verrät demokratische Grundsätze, wenn es jene straft, die wie Deutschland nicht den Vorgaben folgen.

Nun muss man abwarten, ob die Republikaner diesmal ihren angekündigten Widerstand auch mit den Demokraten umsetzen und die Pläne auf dem demokratischen Weg stoppen. Dann könnte wenigstens das Schlimmste verhindert werden.

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