1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare

Ukraine-Krieg: Warum die Nato eine Konfrontation mit Russland meiden muss

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Schwarzkopf

Kommentare

Folgen russischer Angriffe in Bila Tserkva in der Nähe von Kiew.
Ukraine-Krieg: Folgen russischer Angriffe in Bila Tserkva in der Nähe von Kiew. © Aris Messinis/afp

Im Ukraine-Krieg wächst der Wunsch nach Hilfe von der Nato. Ein militärisches Eingreifen gegen Russland wird allerdings sehr bewusst vermieden. Der Kommentar.

Frankfurt – Der Westen muss eine unmittelbare militärische Konfrontation mit der Armee von Wladimir Putin und damit einer Atomstreitmacht verhindern. Je länger Putins Krieg dauert, je größer das damit verbundene Leid, desto lauter werden die Hilferufe aus der Ukraine. Doch leider dürfen die USA und ihre europäischen Verbündeten nicht allen nachgeben. Die erneut erhobene Forderung nach einer Flugverbotszone nach dem russischen Angriff auf ein Militärlager unweit von Lwiw gehört dazu.

Auch wenn die Raketen nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt einschlugen, darf die Nato nicht eingreifen. Das ist nicht herzlos. Der Westen muss eine unmittelbare militärische Konfrontation mit Putins Armee und damit einer Atomstreitmacht verhindern. Sonst droht alles noch schlimmer zu werden. Auch oder gerade im Krieg müssen die Mittel abgewogen werden.

Ukraine-Krieg: Nato darf nicht eingreifen

Das sollten auch all jene berücksichtigen, die beständig noch härtere Sanktionen gegen Putins Regime fordern. Sie sind ein zweischneidiges Schwert. Und wem wäre geholfen, wenn etwa Deutschland und die anderen EU-Staaten die Einfuhr von Gas und Öl nicht wie geplant langsam senkten, sondern sofort stoppten? In der Folge würden die Energiekosten in die Höhe schießen und könnten den sozialen Frieden hierzulande gefährden. Das würde Putin womöglich mehr helfen als schaden. Eine weitere bittere Erkenntnis. (Andreas Schwarzkopf)

Auch interessant

Kommentare