Dies ist eine Minderheit. Doch es gilt, sich und die Demokratie nicht in Sicherheit zu wiegen.
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Dies ist eine Minderheit. Doch es gilt, sich und die Demokratie nicht in Sicherheit zu wiegen.

Kommentar

Keine Entwarnung

  • Jakob Maurer
    vonJakob Maurer
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Die gute Nachricht, wonach sich die hiesige Bevölkerung vom Populismus abwendet, wird von der schlechten Nachricht überschattet, wonach sich die AfD weiter radikalisiert. Der Kommentar.

Die Populismuswelle ebbt ab. Doch, um im Bild zu bleiben, das die Bertelsmann-Stiftung in ihrem Stimmungsbarometer zeichnet: Die zurückweichende Gischt bringt Treibgut zum Vorschein, das sich festgesetzt hat: rechtsextreme Radikalisierung.

Den Parteien leicht rechts der politischen Mitte stellt die Studie zwar ein gutes Zeugnis in Sachen Abwehr populistischer Tendenzen aus. Sie macht ihnen gar Hoffnung auf eine Rückkehr weggelockter Wählergruppen. Doch die Studie gibt auch den Preis an, den die Mitte dafür zahlt: Wenn restriktivere Migrationspolitik der Mitte die Lösung sein soll, dann ist das Populismus nur in anderem Gewand.

Folglich gibt es keine Entwarnung. Es gilt, sich nicht in Sicherheit zu wiegen, während die AfD zunehmend ihre bürgerliche Maske abnimmt und flächendeckend in den Parlamenten mit spalterischen und hetzerischen Treiben Diskussionen beeinflusst. Stimmen, die unken, dass eine Wandlung der AfD hin zu einer neuen NPD dem Weg in die Bedeutungslosigkeit gleichkomme, muss klar widersprochen werden.

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