Die Statue des heiligen Bonifatius steht vor einem regenschweren Himmel vor Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.
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Mit dem Entschädigungsmodell für Opfer von sexuellem Missbrauch haben die katholischen Bischöfe keinen großen Wurf vorgelegt.

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Kein großer Wurf: Einigung auf Entschädigungen bei deutscher Bischofskonferenz

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Bei der deutschen Bischofskonferenz hat die katholische Kirche mit dem Entschädigungsmodell für Opfer von sexuellem Missbrauch zwar die Summen für Ausgleichszahlen erhöht, aber dafür viel zu lange gebraucht.

Die katholischen Bischöfe haben mit dem Entschädigungsmodell für Opfer von sexuellem Missbrauch keinen großen Wurf vorgelegt. Sicher, sie haben sich endlich auf ein einheitliches Verfahren zur Anerkennung des Leids verständigt. Und sie haben die Summen für einen Ausgleich deutlich von durchschnittlich lächerlichen 5000 Euro auf bis 50 000 Euro erhöht - zusätzlich zur Übernahme von Kosten für Therapien. Doch Opferverbände haben zu Recht das vielfache gefordert. Schließlich leiden die Opfer ihr Leben lang unter dem teils jahrelangen Missbrauch.

Deutsche Bischofskonferenz: Viele Fragen lässt die katholische Kirche offen

Doch es geht nicht allein ums Geld. Die deutschen Bischöfe haben viel zu lange gebraucht, um das Entschädigungsmodell vorzulegen. Vor zehn Jahren wurden Fälle am Canisius-Kolleg in Berlin bekannt. Danach meldeten sich in ganz Deutschland nach und nach weitere Opfer. Inzwischen weiß man: 3677 Kleriker haben zwischen 1946 und 2014 mindestens 1670 meist männliche Minderjährige missbraucht.

Ja, die katholische Kirche hat inzwischen einiges verändert und viele Aspekte des Skandals aufgeklärt. Doch bis heute sind nicht alle Fragen beantwortet - etwa nach der Verantwortung von jenen, die für Personal und damit auch für die Täter zuständig waren und in der Hierarchie aufgestiegen sind - bis zum Bischof. (Von Andreas Schwarzkopf)

Bereits Anfang des Jahres haben die deutschen Bischöfe im Skandal um den tausendfachen Missbrauch durch Geistliche das institutionelle Versagen der Kirche eingeräumt.

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