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Kein Ausweg

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Von: Andreas Schwarzkopf

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„Nur der Autokrat Wladimir Putin oder der ukrainische Ministerpräsident Wolodymyr Selenskyj können das Sterben in der Ukraine beenden.“
Soldaten sichern Beweise vor einem Wohnhaus nach einer Explosion in Kiew. © Nariman El-Mofty/dpa

Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer trägt mit seinem Vorschlag, Putins Krieg einzufrieren, kein bisschen dazu bei, das Sterben in der Ukraine zu beenden.

Mag sein, dass der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer die Gunst von einigen Menschen bekommt mit seinem Vorschlag, Putins Krieg einzufrieren. Doch er trägt kein bisschen dazu bei, das Sterben in der Ukraine zu beenden. Das können nur der Autokrat Wladimir Putin oder der ukrainische Ministerpräsident Wolodymyr Selenskyj. Beide sind davon allerdings weit entfernt.

Ein Krieg ist auch kein Tarifkampf, an dessen Ende ein Kompromiss steht. Putin will mit militärischen Mitteln den Ukrainerinnen und Ukrainern seinen politischen Willen aufzwingen. Dafür lässt er weiter seine Artillerie durch die Ukraine walzen. Und er hat bisher alle Angebote abgelehnt, zu verhandeln. Er lässt lediglich niedrigschwellige Kontakte zu – etwa, um Gefangene auszutauschen.

Deshalb ist es zwar nicht falsch, vom Westen eine diplomatische Offensive für Friedensgespräche zu fordern. Der Vorschlag läuft aber ins Leere, solange Putin nicht einmal Papst Franziskus einen Gesprächstermin in Moskau gewährt.

Und da sich die USA und ihre europäischen Verbündeten aus guten Gründen dazu verpflichtet haben, die Ukraine mit allem Nötigen zu unterstützen, wird auch Kiew nicht einlenken, sondern sich weiter verteidigen. Wer den Krieg beenden will, muss all dies berücksichtigen. Bericht S. 4

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