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Kampf um Grundwerte

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Von: Fabian Kretschmer

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Thesegerne zwei zeilen

Es ist ernüchternd, mitanzusehen, wie sich die europäisch-chinesischen Beziehungen verschlechtert haben. Das Positive daran: Immerhin ist die EU nun gezwungen, über ihre eigenen Interessen in einer polarisierten Weltordnung zu reflektieren.

Lange Zeit fühlte Europa sich in der passiven Beobachterrolle wohl; wollte einerseits die sicherheitspolitische Allianz mit den USA wahren und sich andererseits die Geschäfte in China nicht vermiesen. Doch insbesondere der Ukraine-Krieg, bei dem sich Peking erschreckend treu an Russlands Seite stellt, hat gezeigt, dass der bisherige Ansatz an seine Grenzen gerät. Denn selten wurde so klar, dass China die westliche Werteordnung ablehnt und aktiv daran hinarbeitet, diese zu zersetzen. Peking straft internationale Unternehmen ab, die Kritik üben; übt Druck auf akademische Diskurse aus und betreibt flächendeckende Desinformationskampagnen über seine Staatsmedien.

Längst wird es Zeit, das Europa rote Linien zieht – und glaubhaft macht, dass es für seine Wertüberzeugungen auch bereit ist, einen Preis zu zahlen. Bericht S.8

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