Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wo geht es hier nach oben? Für CDU-Chef Armin Laschet ist das Kanzleramt jetzt wieder in sichtbare Nähe gerückt.
+
Wo geht es hier nach oben? Für CDU-Chef Armin Laschet ist das Kanzleramt jetzt wieder in sichtbare Nähe gerückt.

K-Frage der Union

Armin Laschet: Der Kandidat der Schmerzen

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
    schließen

Armin Laschet gewinnt den Machtkampf gegen Markus Söder. Aber der Preis ist hoch. Ein Kommentar von Stephan Hebel.

Der Kontrast hätte kaum größer sein können: Da predigte am Dienstag die brave Version von Armin Laschet, was der CDU-Vorsitzende schon lange predigt: „Menschen zusammenführen“, „Zusammenhalt in diesem Land“ – was immer das heißt. Kaum zu glauben: Das war derselbe Mann, der in der Nacht zuvor dem Vorstand der CDU mit letzter Kraft und aller Gewalt seine Kür zum Kanzlerkandidaten der Unionsparteien abgerungen hatte.

Aber die Verletzungen, die der Kampf gegen Markus Söder den beiden Konkurrenten und ihren Parteien zugefügt hat, werden sich so leicht nicht wegreden lassen. Noch als alles entschieden war, beharrte CSU-Generalsekretär Markus Blume darauf, dass Söder der „Kandidat der Herzen“ gewesen sei. Noch mal schmerzhaft nachtreten, das war offenbar die Devise der Verliererseite. Und wer weiß, welche Rache die Bayern sonst noch in petto haben.

Kanzlerkandidat der Union: Machtkämpfe verdrängen das Inhaltliche

Es ist viel darüber geschrieben worden, wie wohltuend sich die „Geschlossenheit“ der Grünen vom Hauen und Stechen in den Unionsparteien unterschieden habe: „Perfekt inszeniert“ sei die Kür von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin gewesen. Das stimmt, aber eine Frage droht bei dieser Fixierung auf die „Performance“ unterzugehen: Worum ging, worum geht es eigentlich?

Nichts gegen die Bedeutung von Personen. Das richtige Verhältnis zwischen Führungsstärke und Kompromissfähigkeit, die Erfahrung, die mediale Wirkung – all das darf und soll eine Rolle spielen. Und natürlich ist es wichtig, dass sich außer zwei Männern auch eine Frau um das wichtigste Amt im Land bewirbt. Aber ein bisschen mehr Inhalt wäre schon ganz schön gewesen.

K-Frage: Was unterscheidet Söder von Laschet?

Sicher: Was die Grünen wollen, wissen wir. Wofür CDU und CSU stehen, wissen wir in etwa auch. Aber was unterscheidet – in der Sache! – Laschet von Söder? Was hätte Robert Habeck gewollt, das Annalena Baerbock nicht will?

Der Wille zur Macht ist nichts Böses. Aber wenn kaum jemand weiß, worum die Bewerberinnen und Bewerber konkurrieren außer um Posten, drohen Machtkämpfe an Legitimität zu verlieren. So gesehen waren die Schmerzen, die das schwarze Duell hinterlässt, umsonst. Und selbst die grüne Inszenierung von Friedfertigkeit und Einheit verliert etwas von ihrem Glanz. (Stephan Hebel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare