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Proteste der „Letzten Generation“ – Es wird gnadenlos aufgerechnet

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Von: Thomas Kaspar

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Die Aktionen der „Letzten Generation“ erregen jedenfalls viel Aufmerksamkeit, wie dieser Kartoffelbrei-Wurf auf ein Monet-Gemälde im Potsdamer Museum Barberini.
Die Aktionen der „Letzten Generation“ erregen jedenfalls viel Aufmerksamkeit, wie dieser Kartoffelbrei-Wurf auf ein Monet-Gemälde im Potsdamer Museum Barberini. © dpa

Wer immer sich von den politischen Aktionen der „Letzten Generation“ gestört fühlt, sollte seine eigenen Gewohnheiten hinterfragen.

Ein Bild macht deutlich wie sich ein Teil der jungen Generation gerade fühlt. Während ein Teil der Crew der Titanic versucht das Loch zu stopfen, das der Eisberg in das angeblich unsinkbare Schiff gerissen hat, feiert der andere Teil im Luxusdeck unverdrossen weiter.

Diese Analogie zeigt zweierlei: Zum einen, warum sich Aktivistinnen und Aktivisten wie die der „Letzten Generation“ gezielt Objekte der Hochkultur aussuchen. Erbsensuppe auf Weltkunst, gestörte Klassikkonzerte.

„Letzte Generation“: Die Ruhe wird nie wieder zurückkehren

Mit der Störung des Friedens in den Refugien des Wohlbehagens ist es ein wenig wie mit dem Internet: Es wird nicht mehr weggehen. Viele hatten gedacht, man könne so weitermachen wie bisher. Genauso wenig wie die Digitalisierung verschwinden wird, lässt sich der Klimawandel länger ignorieren.

Die zweite Lehre: Da ist eine Generation, die gnadenlos aufrechnet, was das Luxusdeck den Planeten kostet. Die Anfahrt mit dem Auto, das verfeinerte Essen, die großartige Kultur – diese Lebensweisen addieren sich zu einer riesigen Hypothek, die diese Menschen nicht von den Vorgängergenerationen übernehmen wollen.

„Letzte Generation“: Stört der Störende oder die eigenen Gewohnheiten?

Wer immer sich gestört fühlt, sollte nicht den Störenden verurteilen, sondern die eigenen Gewohnheiten hinterfragen. Es ist Zeit, dass wir der Mannschaft helfen, das Leck in unserem Planeten zu stopfen. (Thomas Kaspar)

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