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Jede Stunde zählt

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Den USA und ihren Verbündeten läuft für die Rettungsaktion in Kabul die Zeit davon, weshalb sie wohl zusätzliche Wege finden müssen, um alle Staatsangehörigen und Hilfskräfte in Sicherheit bringen zu können

Je deutlicher es wird, dass den westlichen Staaten die Zeit davonläuft, um Staatsangehörige und afghanische Hilfskräfte aus Kabul ausfliegen zu können, um so wichtiger wird es für die G7-Staaten, sich nicht nur auf die Rettungsaktion am Flughafen der afghanischen Hauptstadt zu konzentrieren. Denn selbst wenn es ihnen gelingt, die Taliban mit Argumenten, Druck oder Geld dazu zu bewegen, das Datum für das Ende der Evakuierungsmission noch um Stunden oder gar Tage hinaus zu zögern, werden sie es dennoch nicht schaffen, all die Tausend Menschen in Sicherheit zu bringen, die sie dem Zugriff der Taliban entziehen wollen.

Die Biden-Administration muss mit den Verbündeten also zusätzlich andere Wege finden, um niemanden zurückzulassen. Leider haben sie die Machtoptionen mit dem Abzug der Truppen für gute und annehmbare Lösungen aus der Hand gegeben. Deshalb wird man über weniger schöne Optionen nachdenken müssen.

Eine Möglichkeit könnten die westlichen Hilfen sein, ohne die Afghanistan nicht lebensfähig ist. Eine Dürre hat die Not in einem der ärmsten Ländern der Welt noch vergrößert, sodass vielen bereits das Nötigste fehlt. Doch auch dabei ist der Westen erneut auf das Wohlwollen der Taliban angewiesen. Berichte S. 2/3

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