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Impulse fehlen

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Die Rede von Bundespräsident Steinmeier vor der UN-Vollversammlung passt zu den wohlformulierten Ansprachen, die zwar die weltpolitischen Krisen benennen, sie aber nicht lösen. Der Kommentar.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mühte sich in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung redlich, den historischen Auftritt mit Leben zu füllen. Er widmete sich den richtigen Themen und traf den richtigen Ton, als er etwa zu Recht vor einem Rückfall in nationale Egoismen warnte und von der anstehenden COP26-Klimakonferenz im November starke Entschlüsse forderte. Doch er vertrat eben nur Kanzlerin Angela Merkel oder Außenminister Heiko Maas, die normalerweise in der Generaldebatte sprechen und deren Beiträge qua Amt mehr Gewicht haben.

Und so reiht sich Steinmeiers Rede ein in eine Liste von wohlformulierten Ansprachen, die zwar die zahlreichen weltpolitischen Krisen benennen, aber sie einer Lösung nicht näherbringen. Dem kam vordergründig US-Präsident Joe Biden mit seiner angekündigten weltweiten Impfkampagne am nächsten. Doch die wohlklingende Spende von 500 Millionen Dosen sind bei einer Weltbevölkerung von rund sieben Milliarden Menschen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wäre mehr möglich und nötig - nicht nur bei der Impfkampagne.

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