1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare

Corona-Impfstoff aus Russland: Warum Vorsicht angebracht ist

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Pamela Dörhöfer

Kommentare

Wladimir Putin freut sich: Russland will einen Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden haben. Aber Achtung: Das Mittel könnte Menschenleben gefährden. Der Kommentar.

Moskau - Die Nachricht von einem Impfstoff gegen Corona klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Sollte es den russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern tatsächlich gelungen sein, einen wirksamen und sicheren Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung entwickelt zu haben, dann wäre es sensationell, weil die Chancen erheblich gestiegen wären, die Corona-Pandemie zu bannen. Außerdem hätten sie den Wunsch ihres Präsidenten Wladimir Putin erfüllt, das erste Land zu sein, das den Stoff, nach dem alle Welt sucht, präsentieren kann.

Corona-Impfstoff: Vorsicht ist geboten - Standards nicht eingehalten

Doch Vorsicht! Nach allem, was man weiß, konnten die Verantwortlichen in Russland bei der Suche nach dem Wirkstoff nicht alle erforderlichen Stufen bei der Entwicklung von Impfstoffen einhalten. Das war in der Kürze der Zeit nicht möglich. Außerdem ist das Vakzin nicht an einer ausreichenden Zahl von Menschen getestet worden.

LandRussische Föderation
HauptstadtMoskau
Fläche17.000.100 Quadratkilometer
Einwohnerzahl144,5 Millionen (Stand 2018)
PräsidentWladimir Putin

Corona bekämpfen: Mittel aus Russland könnte Menschenleben gefährden

Deshalb kann man nur allen potenziellen Abnehmern raten, das Mittel zurückhaltend einzusetzen. Denn sie könnten damit Menschenleben gefährden, statt sie zu schützen. Die anderen Forschungseinrichtungen, die ebenfalls an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeiten, sollten nicht nervös werden und auf Kosten der Sicherheit schnelle Ergebnisse produzieren. Die Gesundheit der Menschen geht vor. Von Pamela Dörhöfer

Auch wenn der Impfstoff aus Russland fragen offen lässt: Ein Nasenspray könnte gegen Corona helfen.

Auch interessant

Kommentare