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Immerhin ein Dialog

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Von: Martin Dahms

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Die Stimmung in Katalonien ist seit dem Unabhängigkeitsreferendum 2017 schlecht. Gut, dass bei der Wahl zwei Parteien gewonnen haben, die miteinander reden wollen. Ein Kommentar.

Die Stimmung in Katalonien ist seit dem ebenso vergeblichen wie illegalen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017 schlecht. Es ist ein fundamentales gegenseitiges Unverständnis, das Abspaltungsgegner:innen und -befürworter:innen voneinander trennt. Alle denkbaren Argumente sind längst ausgetauscht, die Diskussionen bleiben fruchtlos.

Umso erfreulicher ist es, dass zwei Parteien die Wahl gewonnen haben, die miteinander reden wollen. Obwohl sie „Öl und Wasser“ sind, wie es der Spitzenkandidat der linksnationalistischen ERC, Pere Aragonès, über das Verhältnis seiner Partei zu den Sozialisten sagte. Dialog um des Dialogs wegen. Das klingt nach wenig. Es ist viel, wenn man die Alternative bedenkt: sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Erst mal mit Worten. Mal sehen, was dann kommt.

Katalonien wird auf absehbare Zeit spanisch bleiben. Die meisten Menschen im Land und eine knappe Mehrheit in Katalonien wollen von einer Zersplitterung nichts wissen. Die Separatisten sind frustriert. Gut, dass die stärkste Kraft unter ihnen, die ERC, zum Gespräch bereit ist – auch wenn es eins zwischen „Öl und Wasser“ ist.

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