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Im Osten nichts Neues

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Der russische Autokrat Wladimir Putin mit seinem belarussischen Autokraten-Vasallen Alexander Lukaschenko (links).
Der russische Autokrat Wladimir Putin mit seinem belarussischen Autokraten-Vasallen Alexander Lukaschenko (links). © Konstantin Zavrazhin/dpa

Der russische Kriegsherr Wladimir Putin wil mit seinem Besuch in Belarus propagandistische Bilder für die Heimatfront produzieren und die ukrainische Seite verunsichern. Der Kommentar.

Der Besuch des russischen Autokraten Wladimir Putin bei seinem belarussischen Vasallen Alexander Lukaschenko und das gleichzeitige Manöver ihrer beiden Streitkräfte hat etwas Beunruhigendes. Schließlich weiß niemand, was sie aushecken. Außerdem weckt es Erinnerungen an den Aufmarsch russischer Einheiten in dem Nachbarland vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine.

Doch trotz der Abhängigkeit Minsks von Moskau hat Lukaschenko es bisher vermieden, Kriegspartei zu werden. Die Armee ist nicht gut genug ausgerüstet und die Bevölkerung nicht sehr erpicht auf ein militärisches Abenteuer. Es gibt sogar einige Belarussen, die mit der ukrainischen Armee gegen die Invasoren kämpfen. Der Winter erschwert zudem eine Offensive.

Auch auf russischer Seite gibt es keine Hinweise auf eine neue Strategie. Putin lässt weiter Städte wie Kiew beschießen. Putin bekommt mit seiner Visite allerdings vermeintlich beeindruckende Bilder für die Heimatfront, wo der Unmut über den Krieg wächst. In einer Umfrage sollen sich über die Hälfte der Befragten für Verhandlungen mit Kiew ausgesprochen haben.

Entscheidend ist aber, was Putin will. Der weicht von seiner kriegerischen Linie nicht ab. Und alle Forderungen nach Verhandlungen ignoriert er weiter - leider.

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