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Im Namen Lizas

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Von: Peter Rutkowski

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Ein ukrainischer Soldat zündet in Winnyzja eine Kerze am Ort eines russischen Beschusses an.
Ein ukrainischer Soldat zündet in Winnyzja eine Kerze am Ort eines russischen Beschusses an. © Efrem Lukatsky/dpa

Was Lizas Mutter im Internet vom zu kurzen Leben ihrer Tochter für immer dokumentiert hat, reicht aus, ihre Mörder anzuklagen – und die Zyniker, die da noch wegsehen.

Liza ist tot. Sie wurde vier Jahre alt. Am Donnerstag starb sie in ihrem Kinderwagen im Stadtzentrum von Winnyzja, als ein russisches U-Boot im Schwarzen Meer Raketen auf die Stadt im Westen der Ukraine abfeuerte. Liza ist nicht das erste Kind, dem Putins Krieg die Zukunft, die Gesundheit, das Leben raubt. Und sie wird nicht das letzte bleiben.

Was Lizas Mutter im Internet vom zu kurzen Leben ihrer Tochter für immer dokumentiert hat, reicht aber aus, ihre Mörder anzuklagen – und über sie zu urteilen: die U-Boot-Männer, deren Flottenkommando und deren obersten Befehlshaber Wladimir Putin. Denn der Kreml selbst gesteht seine Verbrechen: Angeblich „Nazis“ zu vernichten, in diesem Fall also ein kleines Mädchen in Stücke zu reißen, sei „eine bewährte Strategie“, von Putin abgesegnet, heißt es dort.

Wer da noch weghört, wer da meint, es sei nicht hilfreich von Wolodymyr Selenskyj, die russischen Untaten „Staatsterrorismus“ zu nennen, wer da sagt, man müsse auch mit Terroristen verhandeln, der gehört auch von Liza angeklagt. Und soll für solchen Zynismus büßen. Seiten 4/5

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