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Hilft Söder Laschet?

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Von: Daniela Vates

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Markus Söder bei einem Pressestatement zur Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden.
Markus Söder bei einem Pressestatement zur Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden. © Daniel Karmann/dpa

Der CSU-Chef scheint dem CDU-Chef bei der Kanzlerkandidatur den Vortritt lassen zu wollen, weil der Bayer nach Merkels Rücktritt einen schwächeren Zuspruch von Wählerinnen und Wählern fürchtet. Ein Kommentar.

Markus Söder könnte triumphieren. Die CDU hat einen neuen Parteivorsitzenden, und in Umfragen gilt der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef als aussichtsreichster Kanzlerkandidat der Unionsparteien. Söder reagiert aber zurückhaltend. Der Bayer stellt sich nicht aufs Podest, er stellt sich daneben, mit Laschet. Zwar hält sich Söder eine Kandidatur weiter offen. Das muss er, wenn die Entscheidung wie geplant im März fallen soll.

Interessant an Söders Einlassungen sind andere Hinweise: Umfragewerte seien volatil und daher nicht das wesentliche Kriterium für die Kanzlerkandidatur, sagt er. Und auch von einer anderen Last befreit er den neuen CDU-Vorsitzenden: Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März, die für die CDU nicht unbedingt positiv ausgehen dürften, werde für die K-Frage nicht ausschlaggebend sein. Bei einem neuen Trainer könne schließlich nicht das erste Spiel der Maßstab sein.

Es sieht also so aus, als würde Söder Laschet den Weg ebnen. Er hat immer betont, sein Platz sei in Bayern. Vielleicht hat er das ernst gemeint, vielleicht ist er ein kühler Stratege: Die Union muss damit rechnen, dass ohne Angela Merkel die Wählerzustimmung einbricht. Da sind die nächsten Wahlen in Bayern eine erfolgversprechendere Sache.

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