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Vertriebene Äthiopier aus verschiedenen Städten der Amhara-Region warten in einem Zentrum für Binnenvertriebene auf die Verteilung von Hilfsgütern. Der humanitäre Koordinator der Vereinten Nationen in Äthiopien hat der Regierung vorgeworfen, Hilfe in der nördlichen Krisenregion Tigray zu blockieren.
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Vertriebene Äthiopier aus verschiedenen Städten der Amhara-Region warten in einem Zentrum für Binnenvertriebene auf die Verteilung von Hilfsgütern. Der humanitäre Koordinator der Vereinten Nationen in Äthiopien hat der Regierung vorgeworfen, Hilfe in der nördlichen Krisenregion Tigray zu blockieren.

Kommentar

Hilferuf an die UN

  • Johannes Dieterich
    VonJohannes Dieterich
    schließen

Was Tigrays Volksbefreiungsfront TPLF der äthiopischen Regierung vorschlägt, ist eher ein Schrei der Verzweiflung als eine Chance zum Frieden. Ein Kommentar.

Sie selbst nennt es einen „mutigen Rückzug zur entscheidenden Öffnung einer Chance zum Frieden“. Doch was Tigrays Volksbefreiungsfront TPLF der äthiopischen Regierung vorschlägt, ist eher ein Schrei der Verzweiflung. Die Kämpfer aus Tigray zogen sich nicht hinter die Grenzen ihrer Provinz zurück, um nach 13 Monaten Krieg dem Frieden eine Chance zu geben. Sie wurden vielmehr von den Regierungstruppen dorthin zurückgetrieben. Das „Angebot“ der TPLF zu Waffenstillstandsgesprächen ist in Wahrheit ein an die Vereinten Nationen gerichteter Hilferuf.

Das weiß Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed natürlich. Er kann das Angebot der von ihm zu „Terroristen“ gestempelten Provinzpolitiker in den Wind schreiben und seine Soldaten weiterkämpfen lassen – die Folge wäre eine neue Runde des Bruderkriegs, die die blutigste zu werden verspricht. Oder aber Abiy erinnert sich daran, dass ihm vor zwei Jahren mal der Friedensnobelpreis verliehen wurde: Es ist die letzte Chance des umstrittenen Politikers, seiner Ehrung doch noch gerecht zu werden.

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