US-Präsidentschaftswahl

Hetze statt Programm

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Donald Trump beschäftigt sich im Wahlkampf nicht mit den Problemen der US-Bürgerinnen und -Bürger, sondern nur damit, den politischen Gegner als Zerstörer der USA zu verteufeln.

US-Präsident Donald Trump verzichtet in seinem Wahlkampf auf ein Programm und politische Ziele. Sein einziges Anliegen ist es, den politischen Gegner mit falschen Anschuldigungen und Lügen als einen Zerstörer der USA zu verteufeln und damit seine Anhängerinnen und Anhänger aufzuputschen.

Bis zum Wahltag im November wird er sich in den kommenden Wochen wie bereits beim Parteitag der Republikaner gar nicht mit den aktuellen Problemen seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger beschäftigen - wie der Corona-Krise, dem Rassismus oder den Folgen des Wirbelsturms Laura. Und wenn er dies doch tut, werden es nebulöse oder unhaltbare Versprechen sein, wie die, wonach es noch in diesem Jahr einen Impfstoff geben werde.

Will der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden seinen Umfragen-Vorsprung vor Trump in Wählerstimmen ummünzen, darf er sie sich von dieser Stimmungsmache nicht beeindrucken lassen. Er und die Demokraten müssen zudem ihren Wählerinnen und Wählern genauer als bisher erklären, wie sie den Menschen helfen wollen.

Es wird nicht reichen, wenn Biden sich als Kümmerer präsentiert. Es wird auch nicht genügen, einen Aufstand der Anständigen zu beschwören und damit auf die Anti-Trump-Stimmung zu setzen.

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